24. Veitscher Grenzstaffellauf 2010

GSL-Logo2010Am Samstag dem 26. Juni war es wieder soweit: Crazy Krebsler 56 km bergauf und bergab

Nach der 4. Teilnahme in Folge kann man ja fast schon von StammgĂ€sten sprechen. FĂŒr manche der Crazy Krebsler ist der Lauf auf die Veitsch schon fixer Bestandteil des Laufjahres geworden und andererseits erlebten bis jetzt jedes Jahr weitere Vereinskollegen als "Neulinge" das einzigartige Flair dieser Veranstaltung. Somit waren diesmal bereits 3 CKR-Staffeln am Start. Erstmals wagte auch ein Krebs die Gesamtdistanz des Alpinmarathon ĂŒber 56 km in Angriff zu nehmen. Bereits beim "Regenerations-Radler" im ZielgelĂ€nde wĂ€hrend des gemĂŒtlichen Zusammensitzens nach dem Lauf im Vorjahr wurden erste PlĂ€ne gesponnen (nachzulesen im Bericht vom GSL 2009). Florian Pandur war schließlich Crazy genug und freute sich schon seit Wochen ganz "fiebrig" auf diese Herausforderung. Da das Reglement diese Möglichkeit vorsieht, konnte er gleichzeitig als StartlĂ€ufer der Staffel "Crazy Krebsler Runners 1" an den Start gehen. Unsere Teilnehmer waren also (in Startreihenfolge):

CK-Runners 1: Florian Pandur, Lukas Danzinger, Hansi Pröstl
CK-Runners 2: René Buchta, Georg Schedl, Heribert Wieder
CK-Runners 3: Michael Glatz, Martin Hofer, Franz Zöchling

Was die Beschreibung der Strecke betrifft sei auf den bereits erwÀhnten Bericht verwiesen und auch auf die umfassenden Informationen auf der Webseite des Veranstalters. Zu den Dimensionen des Laufes gibt der folgende Vergleich vielleicht einen kleinen Eindruck: Der "Hausberg" und öfters Ziel von TrainingslÀufen von uns MittelburgenlÀndern ist der Geschriebenstein. WeitlÀufiger auch bekannt, weil er mit seiner Höhe von 884 m auch den höchsten "Gipfel" des Burgenlandes darstellt. Diese Höhe wird beim Veitscher GSL bereits vor der ersten von insgesamt 12 Verpflegungsstellen und nach nicht einmal einem Zehntel der Gesamtdistanz erreicht.

Vor dem Start mittels traditionellem Böllerschuss war in diesem Jahr noch etwas Bangen um die Wetterlage angesagt. Beim letzten Wettkampf vor 2 Wochen (Stadtlauf OP) galt die lĂ€uferische Sorge einem möglichen Hitzerennen, diesmal ging es in die andere Richtung. Eine VerkĂŒrzung der Strecke oder ein Abbruch beim Graf Meran Haus stand bis kurz vor Abfahrt der Busse zur ersten Wechselstelle im Raum. Aber dann ging's pĂŒnktlich um 9:00 los und Flo, Michael und RenĂ© machten sich gemeinsam mit ĂŒber 190 anderen auf den Weg des 1. Abschnittes.

Michael am Pretaler Sattel1. TeilstĂŒck (18,5 km, 995 Hm)
In dieser Reihenfolge passierten sie auch die 2. Labestelle am Pretaler Sattel und dann auch die erste Übergabestelle. Flo war sehr flott unterwegs und Fotograf Ricci stelle sich am Pretaler Sattel die berechtigte Frage, ob das durchzuhalten sein wird. Bei Michael steckte wohl noch der Half-IronMan im "GelĂ€uf", trotzdem (oder eigentlich auch deswegen) kann er sich der Bewunderung seiner Vereinskollegen fĂŒr die tolle Zeit sicher sein. RenĂ© tat sich auf der ersten durchgehenden Steigung, die mit 5km LĂ€nge nicht enden wollte, recht schwer. Dann ging es immer besser und in "seinem" Ziel war er direkt enttĂ€uscht, dass es schon zu Ende ist.

2. TeilstĂŒck (16 km, 868 Hm)
Flo ĂŒbergab also an Lukas und beide machten sich auf zum "Abenteuer Teufelssteig". Flo kannte ihn schon aus dem Lauf 2008. Damals war er allerdings erst wenige km zuvor gestartet und konnte die extreme Steigung "frisch" in Angriff nehmen. Oben angelangt zollten diesmal seine Beine den ersten 25 anspruchsvollen Kilometern Tribut und die Oberschenkel zeigten seltsame "Verspannungen". Die herrschenden Temperaturen am Gipfel sind ja bekanntlich auch nicht gerade sein Ding, aber mit seinem Selbstvertrauen ging es zwar etwas lockerer aber dennoch entschlossen weiter.
Lukas bewĂ€ltigte den fĂŒr ihn unbekannten Teufelssteig souverĂ€n. Umso mehr es nach dem höchsten Punkt in Folge bergab ging, umso weniger taugte es ihm dann. Im Nachhinein betrachtet hat er den Anstieg in angenehmerer Erinnerung als den vermeintlich leichteren Abschnitt zur 2. Wechselstelle hin.
Schon reichlich "Bergauf-Erfahrung" auf der Veitsch hat Martin. Diese kam ihm sicher zugute, aber er kÀmpfte auch ordentlich und erzielte dadurch eine neue persönliche Bestzeit auf der mittleren Teilstrecke.
Neuland war diese hingegen fĂŒr Georg, der von RenĂ© ĂŒbernahm und vom frĂŒhen Wechselzeitpunkt etwas ĂŒberrascht war. Er fĂŒhlte sich vom Anfang weg in guter Form, teilte sich die KrĂ€fte gut ein und musste sich trotz der schwierigen Strecke mit keinerlei SchwĂ€chephasen herumplagen. Sein anfĂ€ngliches GefĂŒhl trĂŒgte nicht, wie auch die erzielte Zeit zeigt.

3. TeilstĂŒck (21,5 km, 449 Hm)
Die relativ lange Wartezeit fĂŒr die SchlusslĂ€ufer wurde durch den heftigen und recht frostigen Wind nicht gerade versĂŒĂŸt. Als sicher immer mehr LĂ€ufer begannen auf ihren Einsatz vorzubereiten, ging ein Raunen durch die Menge, als der FĂŒhrende unerwartet frĂŒh per Lautsprecher angekĂŒndigt wurde. Mit Höllentempo und gleichzeitig unglaublich lockerem Laufstil brauste Christopher Chebusit heran und sein Teamkollege hatte sichtlich MĂŒhe, rechtzeitig per Handschlag zu ĂŒbernehmen. Die folgenden Übergaben erfolgten im Abstand von mehreren Minuten und zeigten, wie weit sich das Feld schon auseinander gezogen hat. Von den Crazy Krebslern tauchte Martin als erster zu Übergabe auf. Franz legte gleich los, kĂ€mpfte als Neuling auf der Veitsch allerdings mehrmals mit der Streckenfindung. Dass auch mit geschlossenen Gattern zu rechnen ist, verwunderte ihn. Vielleicht wĂ€re dieser Hinweis hilfreicher gewesen, als das öfters (nicht immer ernst gemeinte)  "Im dritten Teil geht es eh fast nur bergab". Franz ist nun eine Erfahrung reicher und dass er alles gegeben hat, konnte man im Ziel auch als Nichtsportler mit freiem Auge erkennen ;-) . Auf den letzten zĂ€hen Metern durch den Ort Veitsch gelang es ihm unter heftigen Anfeuerungsrufen seiner begleitenden Teamkollegen noch einen Mitstreiter zu distanzieren.
Übergabe von Georg an HeribertWeil Georg viel Zeit gutmachen konnte, ĂŒbergaben die beiden anderen CKR-Staffeln nur wenige Sekunden voneinander getrennt an die SchlusslĂ€ufer. Hansi zeigte wie auch die anderen "CKR-Neulinge" auf der Veitsch eine tolle Leistung. Die schon bei den gemeinsamen BergtrainingslĂ€ufen beobachtbare "GelĂ€ndegĂ€ngigkeit" setzte er gut ein und konnte in der Staffelwertung ebenso wie Franz einige PlĂ€tze gutmachen.
Das gelang auch "Silberpfeil" Heribert, obwohl auch er ein paar unfreiwillige Umwege einbaute. Knapp ĂŒber der 5 Stunden-Marke passierte er die Ziellinie und trug damit zu einem schönen Ergebnis fĂŒr die Staffeln der Crazy Krebsler Runners bei: alle 3 Teams finden sich im ersten Drittel der Wertung aller Staffeln wieder.

Wahrlich stolz auf sich kann auch auf unser "DurchlĂ€ufer" Florian sein. Bei der 2. Übergabestelle, an der sich die 6. Labestelle befand, tankte er am großzĂŒgigen Kuchenbuffet in Ruhe seine Energiespeicher auf, um fĂŒr den letzten Abschnitt gerĂŒstet zu sein. Mit fast 35 km in den Beinen (ca. da, wo bei einem Flachmarathon öfters der Mann mit dem berĂŒhmten "Hammer" kommt) noch eine echte Herausforderung. Noch mehr als einen Halbmarathon vor sich, ging er gelassen auf die Strecke und verteidigte seinen 2. Klassenrang in der Wertung des Ultra Alpin-Marathon auch auf dem letzten TeilstĂŒck ungefĂ€hrdet. Im Ziel reichte es noch fĂŒr einen Luftsprung, den die Vereinskollegen und anderen Zuschauer mit anerkennendem Applaus quittierten.

Auch wenn die erzielten Zeiten und Platzierungen der CK-Runners allesamt beachtenswert sind, sollte auch festgehalten werden, dass der Spaß und die Freude an so einem Erlebnis wohl an erster Stelle in den Erinnerungen aller LĂ€ufer steht. Das gemeinsame Erleben, die Möglichkeit den Stolz zu teilen und das Wissen des gleichen Empfindens verbindet innerhalb des Teams, aber auch mit den anderen Teilnehmern.

Ultra Alpin-Marathon, 56 km, 2290 Hm Zeit Kl.Rg. Klasse Ges.Rg.
Florian Pandur 05:15:31 2. M-Allg. 20.
           
Grenzstaffellauf, 18,5/16/21,5 km, 2290 Hm        
CK-Runners 1 Florian Pandur, Lukas Danzinger,
Hansi Pröstl
04:55:36 13. M-Allg. 22.
CK-Runners 2 René Buchta, Georg Schedl,
Heribert Wieder
05:01:00 8. M-AK1 25.
CK-Runners 3 Michael Glatz, Martin Hofer,
Franz Zöchling
04:33:54 9. M-Allg. 12.


Insgesamt gingen 115 "Ultras" und 79 Staffeln an den Start.

 

Bilder sind online
Detailergebnisse und Infos beim Veranstalter
Bericht von der Veranstaltung 2009

 


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