12. Internationaler Pristina Halbmarathon 2012

prmaraton

Schwarzer Nebel und LĂ€ufer-Autobahn

Wer sich gefragt hat, wann mal wieder etwas von Florian Pandur zu lesen ist, dem kann geholfen werden: von seinem Auslandsaufenthalt erreichte uns sein folgender Bericht:

Am 13. Mai 2012 war in Pristina der Hauptstadt des Kosovos die Hölle los. Kaum zu glauben, aber auch in einem Krisengebiet gibt es internationale Veranstaltungen, die wirklich gut besucht sind.
Auf der FußgĂ€ngerzone in Pristina war der Start zum alljĂ€hrlichen Halbmarathon, wo wirklich viele Nationen vertreten waren. Schon am Start zeigte sich, dass es kein einfaches Rennen fĂŒr mich wird. Die Ă€usseren Bedingungen waren nicht die besten fĂŒr mich, der es gerne etwas sonniger hat wie die Tage zuvor, wo 25-28 Grad an der Tagesordnung waren. So zeigte sich das Wetter am Sonntag mit einer durchgehenden Wolkendecke und sehr heftigem Wind mit bis zu 50 km/h und ca. 10 Grad nicht von der schönsten Seite...

PĂŒnktlich um 10:00 Uhr startete ich voller Erwartungen in einen Lauf, dem sich zuvor noch kein Crazy Krebsler Runner gestellt hatte. Die ersten KM gingen noch ziemlich leichtfĂŒĂŸig und etwas windgeschĂŒtzt durch die Stadt, jedoch ab KM 5 begann der Kampf mit dem Wind. Bereits dort war das Feld schon sehr aufgeteilt und es kristallisierten sich die einzelnen angestrebten Laufzeiten heraus. So lief ich von Beginn an einen 3:50 - 4:00 min/km Schnitt an und konnte nach und nach das Feld von hinten aufrollen, was natĂŒrlich mit sehr viel Kraftaufwand verbunden war, da ich in keiner Gruppe laufen konnte. Bei KM 10 auf 11 gab es eine sehr interessante Showeinlage der Stadt Pristina, um genau zu sein vom Kohlekraftwerk von Pristina. Die Laufstrecke fĂŒhrte nĂ€mlich direkt daran vorbei und so hatte man extrem „saubere" Luft und man konnte durch den Wind auch eine Zeit lang nicht wirklich von einer klaren Sicht sprechen. Nein, es war nicht weil ich schon am Limit war und mir ein Nebel vor die Augen kam, es waren einfach nur die Abgase des Kohlekraftwerks, welche eine Nebelwand bildeten. Nach dieser Showeinlage kam die nĂ€chste coole Sache, denn fĂŒr den HM wird sogar die Autobahn gesperrt. Ich muss sagen, dass dieses ein wirklich cooles Erlebnis war, einmal fĂŒr ca. 4-5 KM auf einer 3 spurigen Autobahn zu laufen, - auch wenn genau dieser Abschnitt eine ca. 2 KM lange Steigung beinhaltete. Die letzten KM waren nicht die leichtesten, denn nach dem AutobahnstĂŒck ging es kurz bergab zu einem Kreisverkehr um noch einmal auf eine etwas höhere Anhöhe (quasi Berg) zulaufen um die letzten 2 KM ins Stadtzentrum zu absolvieren. Ich muss sagen, ich war selten so froh das Ziel zu sehen und auch noch einen Kontrahenten auf den letzten 400 m abzuhĂ€ngen, an den ich mich bergauf herangearbeitet hatte. Somit konnte ich die Ziellinie nach 1:24:09 als Gesamt 18. ĂŒberqueren. Gewonnen hat ein Kenianer mit der Siegerzeit von 1:08:14.

ResĂŒmee: Ich hatte wirklich große Erwartungen da mein Training auch ohne wirklich markante Ziele recht gut gelaufen ist. Jedoch wurden mir bei diesem Lauf neue Grenzen aufgezeigt, da es auch noch Faktoren gibt die man NICHT beeinflussen kann. Das Umfeld der Veranstaltung ist etwas anderes, es gibt keine Chipzeitmessung oder KM-Markierungen und ein fĂŒr uns normales LĂ€uferbuffet danach ist nur in Form einer Wasserflasche vorhanden. Kann aber nur sagen, dass es eine wirklich tolle Erfahrung und interessante Veranstaltung war.

GrĂŒĂŸe aus dem KOSOVO
Euer Flo aka Kosovo Flo, see you!
VENCEREMOS

Ergebnisliste
Webseite der Veranstaltung

 


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