Ironman Austria 2012 in Klagenfurt

ironman2012Ein Traum geht in ErfĂŒllung...

Beim Ironman Austria waren dieses Jahr 2700 Teilnehmer am Start. Von allen Teilnehmern erreichten ca. 2000 das Ziel, mit dabei CK-Runner Michael Glatz. Hier sein Bericht:

Am Samstag vor dem Wettkampf erfolgte die Registrierung, BIKE CHECK IN und die Wettkampfbesprechung. Ich versuchte mich am Tag davor so gut wie möglich zu entspannen und mich trotz der Wetterprognosen nicht verrĂŒckt zu machen.
Sonntags um 4 Uhr war Tagwache. Nachdem ich meine Eigenverpflegung fĂŒr den Radsplit und die Laufstrecke abgemischt hatte machte ich mich auf den Weg zur Wechselzone wo ich die letzten Kontrollen am Rad durchgefĂŒhrt habe und das ESSEN und TRINKEN am BIKE montiert habe.
Zu dieser Zeit, - es war mittlerweile 5Uhr, hatte es bereits 23°C. Nach den letzten Vorbereitungen ging ich ins Klagenfurter Strandbad, wo knappe 1,5 Stunden spĂ€ter der Start erfolgen sollte. Dieses Jahr durfte ich GOTT sei DANK an diesem TOLLEN Ereignis teilnehmen. Das erste Mal in der Geschichte des IRONMAN Klagenfurt war aufgrund der hohen Wassertemperaturen von ĂŒber 25Grad der Neoprenanzug beim Schwimmen verboten. Die Kulisse am Start war bereits mehr als nur beeindruckend. 2700 Starter und mindestens genauso viele Verwandte, Freunde, Bekannte, die ihre Athleten schon in den frĂŒhen Morgenstunden tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzten. Um eines vorweg zu nehmen: Die meisten und besten Fans und UnterstĂŒtzer hatte ich - 18 an der Zahl ! lĂ€chelnd

ironman2012-2PĂŒnktlich um 7 Uhr erfolgte der lang ersehnte Startschuss zum 14. Ironman Austria. Ich hatte GĂ€nsehaut und freute mich wirklich dass es endlich losgeht, immerhin hatte ich mich 9 Monate gezielt auf diesen Tag vorbereitet. Die ersten 1,2 km habe ich versucht meinen Schwimmrhythmus zu finden und SchlĂ€gereien im Wasser aus dem Weg zu gehen. Danach hat sich das Feld aufgelöst und ich hatte keine Probleme die Distanz zu absolvieren. Die letzten 600 Meter fĂŒhren durch einen AblĂ€ufer vom Wörtersee, den Lendkanal, wo uns links und rechts tausende Menschen in die Wechselzone peitschten (wirklich sensationell). Nach 1 Stunde 19 Minuten wechselte ich auf die Radstrecke, bei der es galt 2 Runden mit jeweils 90km zu absolvieren. In der ersten Runde hatte ich eine sehr gute Pace mit einem Schnitt von ĂŒber 34km/h, was bei diesem Höhenprofil von 1600 Höhenmeter auf 180km eine fĂŒr mich sehr gute Leistung war. In der zweiten Runde wirkte sich die Hitze bereits auf mein Wohlbefinden aus und ich musste etwas langsamer werden, vor allem wegen dem Wissen nach der Radstrecke noch einen Marathon absolvieren zu mĂŒssen. Bei km 160 bekam ich verstĂ€rkt KrĂ€mpfe im RĂŒcken was fĂŒr mich bedeutete die letzten 20 km im STEHEN fahren zu mĂŒssen. Ich konnte dann noch eine Zeit von 5 Stunden und 32 Minuten (Schnitt 32,7km/h) in die Wechselzone retten. Als ich vom Rad abgestiegen bin hatte ich so starke KrĂ€mpfe dass ich mich die ersten Meter gar nicht bewegen konnte. Meine grĂ¶ĂŸte Angst war es den Bewerb beenden zu mĂŒssen. Ich konnte mir in diesen Moment absolut nicht vorstellen 42,2km zu laufen. Nachdem ich das Rad abgestellt und Schuhe getauscht habe verlies ich die Wechselzone Richtung Laufstrecke.

Die ersten 2 km waren eine Qual weil sich die KrĂ€mpfe im RĂŒcken nur schwer lösen wollten. Mein Ziel zu diesem Zeitpunkt war es zumindest eine Runde zu laufen damit ich alle meine Freunde auf der Laufstrecke einmal gesehen habe. GOTT SEI DANK lösten sich die KrĂ€mpfe im RĂŒcken nach 2km und ich konnte bis km 10 wirklich befreit und schmerzfrei laufen. Die Hitze hatte zu diesem Zeitpunkt bereits lĂ€ngst ihren Höhenpunkt erreicht. 38°C im Schatten - ein echter HORROR nach dieser Vorbelastung. Meine Freunde erkannten relativ frĂŒh (km 3), dass es mir wirklich nicht so gut geht und haben sich auf der ganzen Strecke mit Wasserflaschen und GetrĂ€nken positioniert, um mich bestmöglichst zu unterstĂŒtzen. Das war wirklich enorm wichtig fĂŒr mich und ich möchte mich recht herzlich bei jedem einzelnen fĂŒr die tolle UNTERSTÜTZUNG bedanken! (Alle 3km bekam ich eine Flasche mit kalten Wasser ĂŒber den Kopf und Isotonische GetrĂ€nke). Die Kulisse war wirklich einmalig, tausende wirklich LAUTSTARKE FANS am Straßenrand und jeder einzelne hatte aufmunternde Worte parat.

ironman2012-3Ab km10 bekam ich KrĂ€mpfe in den Beinen die sich leider bis zum Zieleinlauf nicht mehr lösten. Es waren die lĂ€ngsten 30 km in meiner sportlichen Karriere. In einer solchen Situation spielt sich alles nur mehr im Kopf ab. Der Körper hat schon lange das Handtuch geworfen. Nach 4 Stunden und 15 Minuten durfte ich auf den berĂŒhmten Zieleinlauf einbiegen wo Kathi bereits auf mich wartete (diesen Zieleinlauf bin ich in diversen Trainings die vergangenen 2 Jahre ca. 1000 mal im Kopf durchgelaufen). Gemeinsam haben wir diese unglaublichen Momente genossen und uns von den Zuschauern ins Ziel tragen lassen. Dieser Wettkampf unter diesen Bedingungen stellte die grĂ¶ĂŸte sportliche HERAUSFORDERUNG dar die ich bis jetzt bewĂ€ltigen durfte. Im Ziel wusste ich genau, warum man fĂŒr diese Distanzen so viel trainieren muss. Gratulation an ALLE die das Ziel erreicht haben!

Nach 11 Stunden 21 Minuten 29 Sekunden und ca. 14 Liter diverse FlĂŒssigkeiten finishte ich den IRONMAN AUSTRIA 2012. Ich bin sehr stolz, dass ich das Ziel erreicht und mir so meinen Traum, einen Ironman in Klagenfurt zu finishen, erfĂŒllt zu haben!

Jetzt freue mich auf eine WOHLVERDIENTE REGENERATIONSPAUSE von mindestens 4-6 Wochen!
Ich möchte noch ein großes LOB an den Veranstalter ĂŒbermitteln, denn die Organisation war wirklich das NON plus ULTRA, es gibt nichts was ich noch anmerken oder verbessern wĂŒrde!

Webseite Ironman Austria
Ergebnisse

 

 

ironman2012-4

 

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